Freiwilligenarbeit in Ecuador

Ecuadors kuriose Silvester-Traditionen

Der Jahreswechsel steht bevor und überall auf der Welt herrscht Vorfreude auf die Nacht vom 31. Dezember: Silvester. Während in Deutschland „Dinner for One“, Bleigießen und das Feuerwerk um Mitternacht nicht fehlen darf, werden in Ecuador ganz andere Traditionen zelebriert. Und diese sind zum Teil wirklich kurios:

Die „Viejos“

Die wohl verbreitetste und beliebteste Silvester Tradition in Ecuador ist das Verbrennen der Vogelscheuchen um das Jahr symbolisch abzuschließen und hinter sich zu lassen. Viele Familien basteln die Vogelscheuchen, in dem sie alte Kleidung mit Sägespänen und Zeitungspapier stopfen und der Puppe schließlich noch eine handbemalte Maske aufsetzen. Diese werden dann um Mitternacht auf den Straßen in Brand gesetzt und das Feuer und Licht erleuchtet die Stadt.

Symbolisch geht es darum, das Schlechte und Alte abzuschließen und zu vergessen und mit neuer Hoffnung in ein besseres, neues Jahr zu starten. Oft handelt es sich bei den Figuren um Charaktere, die man zum Beispiel aus Animationsfilmen kennt (Beispiel: Homer Simpson oder Disney Charaktere). Oft erkennt man jedoch auch unbeliebte Politiker oder Personen des öffentlichen Lebens wieder, mit der die Menschen ihre Missgunst gegenüber dieser Person ausdrücken wollen. So sah man zum Beispiel an Silvester 2016 einige Donald Trump Vogelscheuchen auf den Straßen von Ecuador.

12 Trauben

Eine weitere sehr verbreitete Familientradition in Ecuador ist es, um Mitternacht 12 Trauben zu essen. Jede symbolisiert einen Wunsch für jeden Monat des bevorstehenden Jahres.

Bunte Unterwäsche

Klingt komisch, ist aber wahr. Viele Menschen in Ecuador glauben, dass die Farbe der Unterwäsche am Silvester Abend Einfluss auf das neue Jahr hat. So steht gelbe Unterwäsche für wachsenden Wohlstand im neuen Jahr und die Farbe rot für bevorstehende neue Liebe. Solltest du also um die Zeit der Jahreswende nach Ecuador reisen, wundere dich nicht über das große Angebot bunter Unterwäsche in vielen Souvenirläden der Stadt.

Die „Viudas“

Die wohl kurioseste Tradition in Ecuador sind die der sogenannten „Vuidas“ (=Witwen). Männer laufen als Frauen verkleidet durch die Straßen und betteln um Geld. Penetrant sperren sie die Straßen, bis man ihnen Geld gibt, welches dann meistens später für Bier eingelöst wird.

Sie sollen die Witwen der Männer darstellen, die abends als Vogelscheuchen nachgestellt, verbrannt werden. Ziemlich skurril das Ganze, aber wie heißt es so schön? Andere Länder, andere Sitten!

Mit dem Koffern um den Häuserblock

Steht im neuen Jahr eine Reise bevor, bringt es Glück am Silvesterabend mit einem Koffer um den Block zu rennen. Tut man dies, kann die Reise nur erfolgreich werden.

Bist du neugierig geworden, noch mehr über die spannende Kultur Ecuadors zu erfahren? Dann erkunde dich noch heute hier über unsere Freiwilligendienste in Ecuador und unsere Sprachkurse in Ecuador.

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